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Der digitale EU Führerschein soll Realität werden! Hat auch die Führerschein Online-Theorie eine Zukunft?

Wer bereits eine Polizeikontrolle erlebt hat erkennt sich gleich wohlmöglich wieder.

Letztens wollte ich mit dem Auto noch schnell zu einem Freund fahren, nur kurz etwas abholen, da blitze auf halber Strecke circa 50 Meter vor mir auf einmal eine leuchtende Kelle auf. Es war die örtliche Polizei, welche eine Polizeikontrolle durchgeführt hat. Sofort begann ich hektisch nach meinen Papieren zu suchen. Etwa 10 Sekunden hat es gedauert, bis mir eingefallen ist, dass ich diese natürlich zu Hause habe liegen lasse und nicht mit mir führe. Dies wurde mir in der anstehenden Polizeikontrolle zum Verhängnis und kostete mich bares Geld. Grund dafür ist die „Ausweispflicht“, welche in Deutschland für jeden Bürger ihre Gültigkeit besitzt. Das Resultat? Zuhause durfte ich ein Bußgeld an die zuständige Behörde überweisen!

Ist dir das auch schon einmal passiert? Wenn ja, wie hast du das fällige Bußgeld bezahlt? Genau, wahrscheinlich ziemlich ähnlich wie ich, ganz bequem digital über meine Banking-App auf meinem Handy.

Doch Hoffnung ist in Sicht! Für all diejenigen, denen es auch schon so ergangen ist, kann der digitale Führerschein in Zukunft die Lösung sein! Die Bundesregierung plant die Einführung eines digitalen Führerscheins, welcher schon im August dieses Jahrs nutzbar sein soll.

Auf einer Tagung im Jahr 2020 Ende Oktober konnten sich die EU-Verkehrsminister auf einen gemeinsamen Weg einigen und ermöglichten so die Einführung des digitalen Führerscheins Für die Umsetzung ist in Deutschland das Verkehrsministerium unter der Führung von Verkehrsminister Andreas Scheuer hauptverantwortlich zuständig.

1. Online-Führerschein in Norwegen

Wie es gehen kann, zeigt uns wieder einmal ein nordisches Land. In Norwegen können die BügerInnen den Führerschein schon länger mit Hilfe ihres Smartphones vorzeigen. Und wie man hört, soll dies relativ reibungslos funktionieren. Mit Hilfe der App „Førerkort“ (das norwegische Wort für „Führerschein“) können die AutofahrerInnen, wenn nötig, ihren Code eingeben und gelangen so auf die Seite der staatlichen Verkehrsbehörde, wo alle Details der Fahrerlaubnis hinterlegt sind. Außerdem gibt es einen QR-Code, welcher von der Polizei gescannt werden kann.

Für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer soll Norwegen daher auch als Vorbild für Deutschland gelten: „Norwegen hat ihn schon. Auch Deutschland wird mitmachen“.

2. Gibt es in Deutschland bald eine Führerschein-App?

Ganz ähnlich dem digitalen Impfpass, mit welchem viele BürgerInnen derzeit erste Erfahrungen machen!

Mit Hilfe der App „ID-Wallet“, welche als digitale Brieftasche dient, soll in Zukunft jede/r AutofahrerIn in Deutschland seinen Führerschein digital mitführen können. Die genannte App wurde von der „Digital Enabling GmbH“ in Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei entwickelt, welche in Deutschland für die Erstellung der Personalausweise, der Reisepässe und eben auch des Führerscheins zuständig ist.

Über die genaue Funktionsweise in Bezug auf den Führerschein gibt es noch keine Auskunft, jedoch vermuten Experten, dass das Prinzip dem digitalen Hotel Check-In sehr ähneln wird. Dieser wird seit Mai 2021 erprobt und wird auch über die „ID-Wallet“ abgewickelt. Das „ID-Wallet“ speichert die gesammelten und verifizierten Identitätsdaten der Bundesdruckerei und generiert daraus einen QR-Code. Wie beim Hotel Check-In oder dem aktuellen digitalen Impfpass, muss ein/e BürgerIn zum Ausweisen nur sein Handy zücken und den QR-Code vorlegen.

3. Digitalisierung in Deutschland: Was ist geplant?

Im Zuge der Digitalisierungs-Offensive der Bundesregierung soll der Führerschein sowie der Hotel Check-In nur der Anfang sein. Alle geplanten Maßnahmen laufen im Rahmen des Digitalisierungsprojekt „elektronische Identitätsfeststellung“ (eID). Damit möchte die Bundesregierung erreichen, dass sich jede/r BürgerIn in Zukunft digital ausweisen kann und mit der „eID“ (digitaler Personalausweis) auch geschäftsfähig ist.

Unter der Federführung von Entwicklungsministerin Claudia Bähr sollen die BürgerInnen mit ihrem digitalen Personalausweis in der Zukunft neben dem Hotel Check-In zum Beispiel auch im Banking weitere Möglichkeiten erhalten. Sein gesperrtes Konto digital entsperren lassen? Oder ganz einfach mit seinem Handy ein Depot bei seiner Bank eröffnen? In Zukunft soll dies für alle BürgerInnen zur Realität werden. Hierzu laufen derzeit viele Kooperationen mit Banken und Unternehmen aus der Wirtschaft.

Für Ministerin Bähr soll dies erst der Anfang einer Digitalisierungs-Welle sein – circa 575 Verwaltungsdienstleistungen sollen in der Zukunft digital durchführbar sein. So soll zum Beispiel der zeitaufwendige Gang zum Amt bei der Anmeldung einer Wohnung bald der Vergangenheit angehören. Außerdem plant Ministerin Bär die Registrierung für DHL-Packstationen, den digitalen Abschluss von Mobilfunkverträgen, den Zugang zu Liegenschaften und wiederkehrende Log-Ins beim Online-Shopping mithilfe des digitalen Personalausweises möglich zu machen.

Des Weiteren soll auch die Fahrzeugzulassung digitalisiert werden, was vom ADAC bereits begrüßt wurde. Leider findet man bei allen Maßnahmen keine Aussage über den Fahrschulmarkt, an welchem die Digitalisierung bisher vorbeigegangen ist.

4. Warum keine Digitalisierung auf dem Fahrschulmarkt?

Frau Bähr hat das ehrgeizige Ziel, dass in nahezu jedem Bereich des alltäglichen Lebens die Digitalisierung Einzug erhalten soll. Dieses Ziel ist ambitioniert, jedoch ist es sehr wichtig und längst überfällig.

Doch wieso wird dabei der Fahrschulmarkt mit dem Theorieunterricht ausgeklammert? Eine vollständige Prüfungsvorbereitung online wäre zeitgemäß.

Warum – so scheint es zu mindestens – dürfen die FahrschülerInnen alle Vorteile der Digitalisierung beim Erwerb ihres Führerscheines nicht haben, obwohl es bereits funktionierende Fahrschulsoftwares auf dem Markt gibt? Warum sollen die Fahrschulen in der Zukunft dazu gezwungen sein alle Prozesse, wie etwa den Theorieunterricht, offline stattfinden zu lassen? Dies ist ein Widerspruch, wenn wir die Aussagen von Frau Bähr erneut lesen.

Das Berliner Unternehmen „drivEddy“ zeigt derzeit eindrucksvoll, dass die Digitalisierung den Fahrschülern/innen sowie den Fahrschulen eine Menge Zeit spart und auch den Geldbeutel deutlich entlastet. Mit einer Ausnahmegenehmigung führt drivEddy bis zum 31.12.2021 noch Online-Theorie Kurse durch, welche jede/r FahrschülerIn bequem von zu Hause absolvieren kann. Jede/r FahrschülerIn in Deutschland kann sich direkt bei drivEddy melden und zeitnah mit dem Theorieunterricht starten.  Zudem können auch alle Fahrschulen in ganz Deutschland den Service der Online-Theorie von drivEddy für ihre FahrschülerInnen nutzen! Dabei kann der Fahrschüler und die Farhschülerin seine/ihre gesamte Führerscheinausbildung über seine/ihre Führerschein-App auf dem Smartphone steuern.

Besonders in Zeiten von Corona ist das Angebot sowohl für junge Menschen, die ihren Führerschein machen wollen, als auch für Fahrschulen, die so ihren Fahrschülern/innen trotzdem die Möglichkeit des Theorieunterrichts bieten können, die Rettung!

Doch leider darf das Berliner Unternehmen die Online-Theorie mit der Ausnahmegenehmigung nur noch bis zum 31.12.2021 durchführen! Die Zukunft danach ist ungewiss. Denn die Frage danach, ob die Online-Theorie auch im Jahr 2022 noch gesetzlich anerkannt wird, bleibt offen. Umso unerklärbarer ist dies, wenn wir uns an die Digitalisierungs-Offensive der Bundesregierung erinnern. Insbesondere weil die Begründungen der Politik für die Digitalisierung in allen anderen Bereichen auch auf den Fahrschulmarkt zutreffend sind.

Verkehrsminister Andreas Scheuer in einem Interview: “Über diesen praktischen Fortschritt freue ich mich sehr, denn er führt den Menschen die Vorteile der Digitalisierung klar vor Augen”.

EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean sagte der Deutschen Presse-Agentur: “Wir haben das Thema diskutiert. Die Zukunft sollte papierlos sein.” 

Frau Bähr äußerte sich zu den Vorteilen der Digitalisierung im Bankwesen wie folgt: „Unkompliziert ruckzuck innerhalb weniger Minuten sicher ein neues Onlinebanking-Konto eröffnen – dem Kommen wir so einen großen Schritt näher“, freut sich Bär.

Übertragen wir dies auf den Fahrschulmarkt hilft drivEddy den Fahrschülern und Fahrschulen dabei unkompliziert und zeitsparend den Führerschein zu machen.

Des Weiteren profitieren in anderen Bereichen bereits die Unternehmen und Kunden spürbar von der Digitalisierung, wie in einem Fachartikeln in einem Vergleich mit skandinavischen Ländern beschrieben wird: „Das Verfahren ist besonders sicher, Prozesse werden verschlankt und beschleunigt. So sparen die Institute Kosten – etwa bei den Filialen oder auch bei der Infrastruktur. Denn diese werde von allen Beteiligten gemeinsam getragen.“

Diese Kostenersparnisse könnten bei der Digitalisierung des Fahrschulmarktes und dauerhafter Online-Theorie auch die Fahrschülerinnen sowie die Fahrschulen haben!

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